X - Trail des Ardennes 2009  (Ein Laufbericht von Läufern des LV Merzig)

Der X-Trail des Ardennes 2009 in Wiltz bot alles, was man bei einem „normalen Straßenlauf“ so nicht erfährt. Es war einmal eine andere Art von „Adventure–Feeling“: 26 km quer Feld ein durch die Wälder, Wiesen und Auen der Ardennen Südausläufer auf Luxemburger Seite.

Dieter Schneider-Holbach und Maik von Bank machten sich am Sonntag, den 1. Februar 2009 um 11.00 Uhr zusammen mit 130 Laufverrückten auf den Weg um die mehr als 700 Höhenmetern in Angriff zu nehmen. Da sollte man schon vorsichtig rangehen. Angepeilt von beiden Läufern war eine Zeit von um die 2:30 Stunden, um die gut 26 km zu meistern und dabei auch den Genussfaktor nicht zu kurz kommen zu lassen. 

  

Monument national de la Grève (Start)

Entsprechend moderat wurde dann bei -3°C strahlendem Sonnenschein, knüppelhart gefrorenem Boden, etwas was für die Gelenke nicht ganz einfach war, losgelegt. Nach ca. 1,5 km kam dann der erste herbe Vorgeschmack: die erste Serpentinenrampe, ca. 80 Meter knackig bergauf. Danach kurz flach, dann die 2. Rampe. Hoppla, da war schon klar, dass es nicht ganz so einfach werden würde. Bei zeitweise heftigem eisigem Wind auf freiem Feld fanden Dieter und Maik dann doch noch einen schönen Rhythmus. Nach ständigem auf und ab kam die zweite Verpflegungsstelle bei km 10, bei einer Zwischenzeit von 56 Minuten. Bis KM 17 lief‘ s weiter richtig gut, wobei sich immer wieder kaum „laufbare“ Anstiege vor einem auftaten. Highlight war nach ca. 18 km ein fulminanter Serpentinenabstieg 100 HM bergab in nicht einmal 1 km Laufstrecke, der Zick-Zack-Weg an der Cloef ist dagegen schon fast „eine Kegelbahn“.

 

Die letzten 5 KM: bei mittlerweile einsetzendem leichtem Schneefall schwanden Maik leider etwas die Kräfte. Dem Vorsatz bis zum Ende zusammenlaufen zu wollen treu bleibend, zog Dieter ab der letzten Verpflegungsstation bei km 22,10 km (2:17:00 Std) Maik bis ins Ziel mit. Für die verbleibenden 3,5 bis 4 km bis ins Ziel im Innenhof der Burg waren über 28 Minuten zu viel, um die Zielzeit noch einhalten zu können (aber die stand da nur noch im Hintergrund). Nach der Überwindung der letzten Hindernisse, einem Wasserkanal in einer Bahnunterführung und der Erstürmung des Burghanges hoch zum Burgtor war’s dann geschafft – der Lauf über den „roten Teppich“ nach 2:46:24 Stunden erfolgte selbstverständlich erhobenen Hauptes!

   

Fazit : Ein toller erster Trail-Lauf dieser Art für Dieter und Maik. Ein richtig schöner Landschaftslauf mit vielen steilen Anstiegen, wunderbaren Aussichten und tollen Bergabpassagen. Die Strecke war bestens ausgeschildert, freundliche, rücksichtsvolle Mitläufer, hinterher warme Duschen, geräumige und saubere Umkleiden, leckere Pasta und eine kleine Aufmerksamkeit vom Veranstalter für alle Läufer, schnelle Platzierungslisten – alles was zu einer gut organisierten, gelungenen Veranstaltung dazu gehört.

von

Dieter und Maik

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