
Erfolgsteam: stehend von links: Maximilian
Kippenberger, Jonas Lotz, Leon Kiefer, Thorsten Eisenbrandt, Julian Zeimet, Marvin Behr, Dennis Herrmann, kniend von links: Pascal
Scholer, Florian Beining, Simon Gutwein, Maximilian Schommer, Steffen
Grewelinger, liegend: Philipp Klesen. Foto: SZ
Merzig. In den vergangenen Jahren hatte bei den Leichtathletik-Wettbewerben im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ stets die Konkurrenz vom Saarbrücker Sport-Gymnasium am Rothenbühl die Nase vorn, aber jetzt hat die Merziger Schule zurückgeschlagen. Den Jungen aus der WK III, das sind die Jahrgänge 1993 bis 1996, gelang es dieses Mal sehr überraschend, mit einem bunt gemischten Team aus anderen Sportarten einen nicht erwarteten Sieg gegen die Saarbrücker Favoriten zu landen.
„Multi-Kulti-Truppe“ siegt
Der Zweikampf mit dem Rothenbühl-Gymnasium entwickelte sich für die Merziger „Multi-Kulti“-Truppe zu einem wahren Wettkampfkrimi. Beide Schulen wollten von der ersten Disziplin an die begehrte Fahrkarte zum Bundesfinale im September in Berlin lösen. „Dementsprechend engagiert gingen die Schüler dann auch zur Sache“, beschreibt die PWG-Sportlehrerin Gabi Husung die Einstellung ihrer Jungs.
Den Grundstein für den Sieg der Merziger legte mit Jonas Lotz der einzige gelernte Leichtathlet im Team. Ihm gelang das Kunststück, über 75 Meter mit einer Zeit von 8,81 Sekunden einen neuen Schulrekord aufzustellen. Im Weitsprung schaffte Lotz mit 6,26 Metern und Hochsprung mit 1,64 Metern neue persönliche Bestleistungen. Damit sicherte er gleich zu Beginn seinem Team wertvolle Punkte.
Der Triathlet Philipp Klesen wurde kurzfristig als Hochspringer eingesetzt und überraschte mit 1,60 Metern. Gleichzeitig punktete er auch im 75-Meter-Lauf und in der abschließenden 4-x-75-Meter-Staffel. Klesens Vereinskollege Leon Kiefer war mit 3,02 Minuten bester 1000-Meter-Läufer des Tages.
In seinem Sog steigerte sich der Fußballer Maximilian Schommer auf ebenfalls sehr gute 3,06 Minuten. Dennis Hermann, eigentlich auch Fußballer, punktete im Weitsprung mit 5,20 Metern und in der Staffel. Maximilian Kippenberger, deutscher Jugendmeister im Fechten, erreichte im letzten Versuch beim Kugelstoßen mit 11,08 Metern die zweitbeste Weite im Wettbewerb. Tennis- und Tischtennisspieler Thorsten Eisenbrand war mit 10,95 Metern knapp dahinter.
Der DLRG-Schwimmer Steffen Grewelinger kam im Ballwerfen auf 54 Meter, gefolgt von Tennisspieler Florian Beining, der die gleiche Weite erreichte. „Es ist schon erstaunlich, was die Jungs in eigentlich fremden Sportarten so alles angestellt haben“, freut sich Lehrerin Husung.
Im Nachwuchsbereich überzeugte wieder einmal das zwölfjährige Multitalent Simon Gutwein mit 1,48 Metern im Hochsprung. Zur Mannschaft gehören außerdem noch der Tischtennisspieler Pascal Scholer und der Fußballer Julian Zeimet. Einen Wermutstropfen gab es für das PWG dann aber leider doch noch: Marvin Behr, bester Nachwuchs-Leichtathlet an der Merziger Schule, verletzte sich beim Blockmehrkampf am vergangenen Wochenende und konnte somit für sein Team nur fest die Daumen drücken. Behr wechselt nach den Sommerferien zur Konkurrenz nach Saarbrücken. „Er wird aber in Berlin für das PWG am Start sein“, stellt Husung klar.
Die Sportlehrerin und ihr Kollege Michael Berndt hatten insgesamt sechs Mannschaften an drei Tagen am Start, die in der Endabrechnung allesamt im ersten Drittel der Ergebnistabelle zu finden waren. Damit kann das PWG mit seinem Abschneiden wieder einmal sehr zufrieden sein und eine lange Tradition fortsetzen.
Bildunterschrift
Erfolgsteam: stehend von links: Maximilian Kippenberger, Jonas Lotz, Leon Kiefer, Thorsten Eisenbrandt, Julian Zeimet, Marvin Behr, Dennis Herrmann, kniend von links: Pascal Scholer, Florian Beining, Simon Gutwein, Maximilian Schommer, Steffen Grewelinger, liegend: Philipp Klesen. Foto: SZ
Erschienen:07.06.2008 / SZR / MZG_LOK / CLOK30_5
Ressort:Lokales Textname:mg-bjoe-trainiert.ART
Verfasser:Von SZ-Mitarbeiter
Björn Becker< / I>
Erfasser:WPORZ
Technische Information:
Text-ID:a20969004